Prognose 2017: Boom beim Eigenheimbau

admin
von admin September 29, 2015 14:22

Prognose 2017: Boom beim Eigenheimbau

Der Trend zum Eigenheim ist ungebrochen. Das belegen die Zahlen, die BauInfoConsult zum Neubaugeschehen in Deutschland veröffentlicht. Bis 2017 wird die Zahl der Neubauten zunehmen – lesen Sie hier, welche Auswirkungen dies auf die Immobiliennachfrage hat.

Privatanleger mit Umsicht

Bauherren finanzieren das eigene Haus meist auf Pump – und diese Entscheidung ist nicht leicht. Denn die Zinsen sind zwar zurzeit noch niedrig wie nie zuvor, doch das Zinsniveau ist nicht der einzige Entscheidungsfaktor auf dem Immobilienmarkt. Vor allem die Preisentwicklung der Immobilien ist schwer abzuschätzen. Das bestätigt auch Klaus Westram, Direktor Produktmanagement Immobilien, Bausparen, Investment & Kapitalanlagen bei der Swiss Life Deutschland Vertriebsservice GmbH gegenüber dem tecis Magazin: „Nicht jeder A-Standort in den Metropolen eignet sich für Privatanleger“.

BauInfoConsult erwartet diese Neubau-Entwicklung

  • Ein- und Zweifamilienhäuser: Die Zahl der Neubauten legt ab 2015 wieder zu. 2016 wird ein Plus von zwei Prozent erwartet, die Zunahme setzt sich 2017 fort.

 

  • Drei- und Mehrfamilienhäuser: Im laufenden Jahr 2015 werden 12.700 Häuser neu gebaut, das entspricht zwölf Prozent Zuwachs gegenüber dem Vorjahr. 2016 wird die Zahl der Neubauten noch einmal um acht Prozent zulegen, das Wachstum wird auch 2017 anhalten.

Diese Zuwächse sind beachtlich, doch wie die steigende Neubautätigkeit auf die Preise wirkt, ist nicht eindeutig. Bereits heute sind die Preise für Bauland und Wohnungen in Ballungsgebieten in einigen gefragten Stadtteilen überhitzt. In diesen Gegenden bleibt die Nachfrage stark und die Preise hoch. Experten sprechen allerdings nicht von einer Immobilienblase, denn in vielen Gegenden sind die Preise noch realistisch.

Interessierte sollten daher genau hinschauen: Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in ihrem Zielgebiet und für die ausgewählte Objektart? Denn ob ihr Haus als Altersvorsorge taugt, wird sich auch am Wiederverkaufswert entscheiden.

Dies sind die Trends:

  • Die Zahl der Haushalte steigt im Moment noch, wird aber voraussichtlich nach dem Jahr 2030 wieder abnehmen. Das heißt, die Nachfrage nach Wohnungen und Einfamilienhäusern wird tendenziell eher sinken.

 

  • Begehrte Lagen sind oftmals innerstädtische Gebiete. Dort gibt es aber wenige Ein- und Zweifamilienhäuser, sondern eher Wohnungen. Ein Wertzuwachs ist eher im Innenstadt-Segment zu erwarten.

 

  • Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen in vielen Gemeinden in Randlage, auf neu ausgewiesenem Bauland der Kommunen. Es ist schwer einzuschätzen, wie attraktiv diese Gebiete in 20 bis 30 Jahren sein werden.

Zur ausgewogenen Immobilienfinanzierung gehören daher eine gute Eigenkapitalquote und eine tragbare monatliche Kreditrate, damit die Baufinanzierer zur Not auch ungünstige Entwicklungen auffangen können – das Prinzip Hoffnung ist auf dem Immobilienmarkt jedenfalls nicht angebracht.

Foto: Fotolia, 468969, FrankU

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von admin September 29, 2015 14:22

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